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Minikirche am 18.09.2020

Die Ev. Kirchengemeinde Baumholder feierte einen Gottesdienst für die Kleinen im Freien

Am 18. September war es soweit: Nach der Corona-Pause durfte erstmals wieder für die Mini-Kirche eingeladen werden.
Bei strahlendem Sonnenschein und einem Hauch von Herbst konnte der Gottesdienst wie geplant vor der Kirche im Freien stattfinden. Das Areal mit den zwei alten Lindenbäumen lud regelrecht dazu ein und bot eine wunderschöne Kulisse.
Zahlreiche Kinder mit Eltern und Großeltern waren der Einladung gefolgt. Umrahmt von gesanglichen Beiträgen des Westricher Kinderchors, wurde ein lebendiger Gottesdienst für und mit den Kleinen unserer Gemeinde gefeiert.
Im Mittelpunkt der Geschichte stand das Geheimnis der Sonnenblume, die immer der Sonne zugewendet, ihre Blüten auch bei Regen nicht schließt. So lässt auch Gott in seiner Liebe zu uns nicht los, auch wenn für uns einmal nicht die Sonne scheint.
Außerdem braucht die Sonnenblume genau wie wir Menschen Licht, Wasser und Wärme um zu wachsen. Nur dann kann sie die Kerne ausbilden, die Mensch und Tier als Nahrung in unterschiedlicher Form dienen.
So hatte die Botschaft in dem Gottesdienst etwas vom Wunder der Sonnenblume und Zeichen des Erntedanks.
Zum Abschluss verteilten die Mitarbeiterinnen der Mini-Kirche verpackte Brezeln und kleine Getränkeflaschen. Damit durften die Kinder auf den anliegenden Spielplatz gehen und dort noch etwas verweilen.
Es war eine sehr schöne Veranstaltung. Ein herzliches Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, dass dies möglich war!
Zur nächsten Minikirche am Freitag, den 11. Dezember um 16.30 Uhr lädt das Mini-Kirchen-Team schon jetzt herzlich ein!

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Zum Nachdenken

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat.

(Monatsspruch September, 2. Kor 5,19)

 

Liebe Gemeinde,

wenn ich mich mit Freunden und Menschen aus unserer Gemeinde oder auch anderswo unterhalte, ist das Thema „Corona“ immer präsent. Da sind die roten, abgenutzten Linien auf dem Boden im Supermarkt, die mich an die einzuhaltende Distanz von 1,5 m erinnern. Da ist der sichtbare Mundschutz, der immer mehr an modischem Style dazugewinnt und da ist die Sorge vor der Zukunft, ob alles so weitergeht, und ob wir erneut unsere gelebte Gemeinschaft stark einschränken müssen. Oftmals spüre ich meinen Gesprächspartnern eine gewisse Unsicherheit ab und zugleich eine Sehnsucht nach dem, was „Corona“ zurzeit nicht zulässt.

Ganz besonders wird diese Sehnsucht erkennbar, wenn ich an die bevorstehenden Konfirmationen denke, die wir im letzten Mai verschieben mussten. Diese Konfirmationsgottesdienste und auch -feiern werden ganz anders sein, als wir es gewohnt sind.

Aber kann nicht in all dem auch eine Chance liegen?

Ich habe mich in diesem Jahr von viel „Beiwerk und Ballast“ in meinem Alltag verabschiedet. Dadurch hatte ich mehr Zeit, Kontakte intensiv zu pflegen. Einkäufe wurden von mir aufs Wesentliche reduziert. Neue kreative Wege habe ich eingeschlagen. Mein Fokus lag ganz häufig auf dem, was wirklich nötig war – nötig in diesem Moment oder nötig für die Zukunft.

Den Monatsspruch September verstehe ich als Erkenntnis und Einladung, aber auch als Aufgabe und somit als eine Bereicherung in dieser Zeit. Gott selbst hat sich mit uns Menschen versöhnt und lädt uns ein, diese Versöhnung anzunehmen und mit ihr zu leben.

Wir sollen anderen Menschen diese Botschaft weitersagen.

Zum Nachdenken

Ein Leben in Versöhnung tut gut und macht den Kopf frei für Neues und für das Wesentliche in unserem Leben.

Diese Versöhnung schafft einen klaren Blick für das, was vor uns liegt und diese Zukunft ist auf einem guten Grund gebaut:

„Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (1.Kor 3,11)

So schreibt es Paulus an seine Gemeinde in Korinth.

Liebe Gemeinde,

vieles hat sich mit „Corona“ verändert, in unserem Arbeitsalltag, in unserem Leben, in der christlichen Gemeinschaft oder anderswo. Doch zu wissen, dass Gott an meiner Seite ist und ich meine Zukunft immer wieder neu auf einem soliden Fundament aufbauen kann, motiviert mich, neben dem noch Bestehenden auch etwas Neues zu schaffen. Dieses Neue muss nicht zwangsläufig erfunden werden. Vielleicht muss es einfach nur wieder neu entdeckt werden.

Für unsere Kirchengemeinde kann das bedeuten, sich anders zu begegnen, anders Gottesdienst zu feiern, anders Konfirmation, Taufe, Hochzeit erleben. Und dieses „Anders“ kann darin bestehen, dass Gottes Gegenwart intensiver oder sogar ganz neu wahrgenommen wird.

Lassen Sie uns durch die von Gott geschenkte Versöhnung unsere Zukunft mit Vertrauen entgegengehen. Lassen Sie uns diese Zukunft gestalten und dies in einem Gleichgewicht von Mut und Demut. Das wünsche ich uns allen.

Ihr

Andreas Duhrmann

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